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Autor: Stadt Wildberg - Hauptamt
Artikel vom 23.06.2020

Sanierungsgebiet Schönbronn ist abgeschlossen

Neue Ortsmitte Schönbronn
Neue Ortsmitte Schönbronn

Ortskern ist sichtbar aufgewertet worden

Nach 13 Jahren ist das Sanierungsgebiet „Ortskern Schönbronn“ nun offiziell abgeschlossen. Die Ortsmitte hat sich deutlich verändert. Modernisierungen, Instandsetzungen und die Schaffung neuer Bausubstanz haben das Ortsbild deutlich aufgewertet. 

Erst vor Kurzem konnte eines der wohl auffälligsten Projekte dieses Sanierungsgebietes abgeschlossen werden: der Bau des Dorfgemeinschaftshauses mit Herstellung eines Dorfplatzes sowie die Sanierung des Backhauses. Eine Komposition aus Schaffung von Neuem und Erhalt von Traditionsreichem. Das stark sanierungsbedürftige Gebäudeensemble mit altem Farrenstall und anschließendem Wohnhaus wurde im Zuge der Arbeiten abgebrochen. Damit konnte gleich mehreren Zielen des Sanierungsgebietes Rechnung getragen werden: der Modernisierung und Instandsetzung vorhandener Bausubstanz, dem Ersetzen abgängiger Altgebäude durch Wohn- und Geschäftshäuser, der Gestaltung und Pflege des Ortsbildes sowie der Stärkung der Identifikation der Bevölkerung mit dem Ortskern.

Durch die Neugestaltung des Straßenraums an der L 349 profitierte der neue Ortskern ebenfalls. Daran anschließend sind auch die gestalteten Parkflächen gegenüber der Kirche zu sehen. Ein alter, nicht mehr genutzter Gasthof mit Metzgerei – die Linde – stand hier ursprünglich. Rechts davon befand sich ein landwirtschaftliches Gebäude. Im rückwärtigen Bereich des Hauses Poststraße 5 stand eine Scheune. Beide Bauten wichen, um Platz für ein Neubaugebiet mit 17 Bauplätzen zu schaffen.

In der Poststraße wurde zudem ein neuer Spielplatz geschaffen, für Schönbronn im Allgemeinen und das Neubaugebiet im Besonderen. Fußgänger dürfen sich über einen neuen Fußweg zwischen Poststraße und Bulerstraße freuen, der eine direkte Verbindung zur Ortsmitte darstellt. Neben den zahlreichen städtischen Maßnahmen konnten acht private Maßnahmen gefördert werden. Der Förderrahmen des Sanierungsgebietes insgesamt belief sich auf 1,9 Millionen Euro, die Finanzhilfe auf 1,14 Millionen Euro.

„Zukunftsfähig“ und mit einem „neuen Gesicht“

Ortsvorsteher David Mogler ist „froh und dankbar“, dass die Stadt und das Unternehmen Holzbau Schaible das Risiko einer Investition in das Dorfgemeinschaftshaus eingegangen sind – besonders in einem so kleinen Ort. Ein solches Projekt sei „eine Premiere“, meint der Ortsvorsteher, in Baden-Württemberg wohl relativ einmalig. Durch die Ortskernsanierung bekomme das Tor zu Wildberg und zum Schwarzwald ein „neues Gesicht“. Entstanden sei ein „wunderbarer“ Treffpunkt für den Ort. David Mogler könnte sich vorstellen, in der neuen Mitte ein Fleckenfest auszurichten.

Das Sanierungsgebiet habe Schönbronn „zukunftsfähig“ gemacht, fährt der Ortsvorsteher fort. Bauplätze und Orte müssten attraktiv gemacht werden, um das „wichtige Kulturgut“ ländlicher Raum zu erhalten. Das schaffe man beispielsweise mit einer Kombination wie dem komplett sanierten Backhaus neben dem neuen Dorfgemeinschaftshaus. Hier zeigt sich auch, dass man entscheiden müsse: Was kann weg und was hat historischen Wert? Wo etwas Altes weichen muss, kann etwas Neues geschaffen werden.

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