Stadt Wildberg

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Vogtsbauernhöfe Gutach

Das Effringer Schlössle auf den Vogtsbauernhöfen

2018 erweiterte das Effringer Schlössle aus Wildberg das Spektrum der musealen Themen des Schwarzwälder Freilichtmuseums Vogtsbauernhof in vielfacher Weise. Mit dem Gebäude eröffnet sich dem Besucher nun ein Blick in den Nordschwarzwald, in das Mittelalter und in eine andere Bauweise.

Die Geschichte des einstmals herrschaftlichen Anwesens lässt sich zurückverfolgen bis ins Jahr 1379. Per Urkunde bestätigt, verkaufte am 20. Juni diesen Jahres ein Abt Friedrich im Namen des Klosters St. Georgen im damals schwäbischen Stein am Rhein den Mayerhof zu Effringen an Konrad Grückler, einen Abkömmling der Bürgerfamilie Grückler aus Neubulach, die durch den Silberbergbau zu großem Reichtum gekommen war.

Die "Umsiedlung" (Translozierung) vom Standort in Wildberg Effringen nach Gutach erforderte von allen Beteiligten einen inhaltlichen und logistischen Spagat. Die Zerlegung in 40 Wandteile sowie etwa 2.000 Einzelstücke mit 32 Schwertransporten mit 650 Tonnen Gesamtgewicht erforderten zwei Jahre Bauzeit und drei Standorte des Gebäudes. Inhaltlich musste sichergestellt werden, dass z.B. der Restaurator sowohl die Verputz- als auch die Ausfugungstechniken aus dem Jahr 1406, aus dem nachweislich die Hölzer stammen, kennen und anwenden kann, aber auch die Techniken aus dem Jahr 1972, als das Schlössle zum letzten Mal bewohnt wurde, beherrscht.

Um allen Bewohner des Effringer Schlössles gerecht zu werden, wurde sowohl die letzten Besitzer z.B. mit einem Jugendzimmer aus den 70er Jahren mit einbezogen als auch - mit Hilfe modernster Medien - die Tochter Konrad Grücklers, die als Gespenst im Speicher spuken darf.

Ca. 220.000 Besucher pro Jahr aus aller Welt bewundern das Schlössle am neuen Platz. Mit dem nahegelegenen Wasserspielplatz wurde eine weitere Attraktion für Familien und Kinder geschaffen. Die beiden Esel, die angesiedelt werden sollen und ein historischer Schäferwagen werden einen weiteren Bezug zu Wildberg und dem Nordschwarzwald abbilden. Weitere Informationen zu dem Museum finden Sie unter www.vogtsbauernhof.de