Stadt Wildberg

Seitenbereiche

Wildberg Classic Open

Orpheus & Eurydike

Orpheus und Eurydike ist eine der beliebtesten Opern aller Zeiten und so erfüllt es uns mit Stolz und großer Freude, Ihnen bei der siebten Auflage der Wildberg Classic Open erstmals mit dieser Liebesgeschichte ein Gesamtwerk präsentieren zu können.

Unter diesem Motto standen die Wildberg Classic Open 2019.

Flyer mit Programm

 

 

 

 

Wildberg Classic Open 2019

Die Proben aller Akteure liefen auf Hochtouren, Kostüme und Kulissen wurden gefertigt und der Flyer erstellt. In ihm fanden Interessierte alle wichtigen Infos rund um die Aufführung von „Orpheus & Eurydike“ in der Schlossanlage. Blickfang auf der ersten Seite des Faltblatts ist eine Tänzerin, liegend am Boden eines surrealen Betonraumes. Lea Ammertal, künstlerische Leiterin des Projekts, sah die Aufnahme der befreundeten Hobbyfotografin Henrie Bo aus Calw und wusste sofort: „Das ist mein Eurydike-Bild.“ Henrie Bo machte außerdem die Bilder der Künstler für das Programm und fotografierte bei der Veranstaltung selbst. Das Design des Flyers übernahm der Wildberger Mediengestalter Tobias Ottmann. Auch die Fotofreunde Wildberg dokumentierten das Ereignis.

Chor, Orchester und Musikschulgruppen

Der Projektchor unter Leitung von Andreas Kramer, der auch die musikalische Gesamtleitung innen hatte verdoppelte sich seit der ersten Probe von etwa 25 auf knapp 50 Sänger. Eine gute Größe, fand Kramer.  

Begleitet wurden der Chor und die Solisten wieder vom Sinfonieorchester Academia Amadeo 07 unter der Leitung von Manfred Holder. Gemeinsam mit Andreas Kramer hatte er an der Wildberger Fassung der Oper gearbeitet. Die Orchesterarbeit begann im März mit einer Seminarwoche in der Schweiz. „Bei uns spielen Profis Seite an Seite mit qualifizierten Nachwuchskünstlern“, so Holder. 40 Musiker aus der Region spielten mit.

Auch die Musikschule Wildberg war mit zwei Gruppen an dem Programm beteiligt. Das Salonorchester, bestehend aus Lehrkräften der Musikschule Wildberg unter der Leitung von Stefan Schneider stimmte im Vorprogramm auf die Oper ein. Die Tanzgruppe unter der Leitung von Anna Seeger trug mit Tänzen zu der halbszenischen Aufführung bei. Seeger selbst führte mit ihrem solistischen Ausdruckstanz durch das ganze Programm.

Tolle Solisten

Die Solisten

Als Solisten für die Hauptrollen – Orpheus, Eurydike und Amor – konnten studierte Profis gewonnen werden. Heike Beckmann, Hans Porten und Marieluise Zeidler tauchten ein in das alte Thrakien.

Heike Beckmann ist langjährigen Classic-Open-Besuchern bereits bekannt. Sie war bei fast jeder Inszenierung dabei. Dieses Mal stand die Stuttgarterin als Eurydike auf der Bühne. Beckmann hat Gesang studiert und singt im Opernchor am Staatstheater. Über ihre Bekanntschaft mit dem musikalischen Leiter von Wildberg Classic Open, Andreas Kramer, stieß sie zu dem Projekt dazu. Die Sopranistin hatte Freude an dem „wunderschönen Spielort“ und den „fantastischen Leuten“ gefunden. Von der Stimme ihres Partners Hans Porten, der in die Rolle des Orpheus schlüpft, ist sie „absolut begeistert“.

Hans Porten studiert derzeit im dritten Semester Gesang im Bachelorstudiengang. Auch er stieß über Andreas Kramer zu Wildberg Classic Open. Der Stuttgarter war einer der Aurelius Sängerknaben, deren stellvertretender künstlerischer Leiter Kramer ist. Die beiden haben schon öfter zusammengearbeitet und so einiges erlebt. Porten hat bereits zwei Mal einen ersten Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert gewonnen. „Das ist eine Ausnahme-Erscheinung“, meint Kramer anerkennend. „Interessant und anspruchsvoll“ findet Porten seinen Part. Denn eigentlich werde die Rolle des Orpheus nicht mit einem Bariton besetzt. „Das ist eine neue, große Herausforderung.“

Die dritte im Bunde war Marieluise Zeidler. Die Sopranistin unterrichtet Gesang an der Wildberger Musikschule und arbeitet mit den Grundschulchören Wildberg und Effringen. Die Jettingerin hat in Osnabrück Gesangspädagogik und Singen mit Kindern studiert. Über ihre Arbeit an der Musikschule ist sie zum Classic-Open-Team dazugestoßen. Zeidler wird den Amor spielen. „Die Bühne war schon immer Teil meines Lebens“, erzählt sie. Von Klein auf stand sie auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Während ihres Studiums hat sie bereits in Opernproduktionen ihrer Hochschule mitgesungen.

Kostüme und Kulissen wurden von Schülerinnen erstellt

Eingekleidet wurden Eurydike und Amor von 14 Schülerinnen aus der neunten Klasse des Wildberger Bildungszentrums, die in diesem Jahr diese beiden Kostüme schneiderten. Durchgeführt wurde das Projekt im Wahlpflichtfach „Mensch und Umwelt“, das an drei Stunden die Woche stattfindet. Die ganze Lerngruppe hatte sich freiwillig bereit erklärt, an dem Projekt teilzunehmen, wie Lehrerin Tina Leis erzählt. Die Schülerinnen seien „sehr neugierig“ und hätten „gerne die Chance wahrnehmen wollen, ein reelles Projekt durchführen zu können“. Nach Absprachen mit der künstlerischen Leiterin der Wildberg Classic Open, Lea Ammertal, und Anproben mit den Darstellern machten sich die Schülerinnen an die Näharbeiten.

„Bei der Erarbeitung der Entwürfe habe ich den Schülerinnen freie Hand gelassen“, berichtet Leis. „Ich war lediglich Berater“ und freut sich, „ein solches Projekt mit meinen Schülerinnen durchführen zu können – auch wenn es etwas zeitintensiver ist“. Die Pädagogin kennt solche Projekte aus ihrem eigenen Studium, bei denen sie als Teilnehmerin dabei war. „Damals habe ich gemerkt, wie viel man bei einem Projekt lernen kann.“

Intensiv hatten sich auch 15 Jugendliche der Jugendkunstschule Oberes Nagoldtal in den letzten Wochen mit der Geschichte von Orpheus und Eurydike befasst. Die Schüler von Kunstpädagogin Olga Sarabarina malten seit Ostern an einem Bühnenbild. Die Elf- bis 18-Jährigen kamen gut voran, wie Jugendkunstschulleiterin Dorothee Müller erzählt.

Die Inspiration für ihre Arbeiten zogen die Kunstschüler direkt aus der Erzählung um Orpheus und Eurydike. Das gehört nicht unbedingt zur Standardliteratur der Jugendlichen, erklärt Müller, weswegen sie sich erstmal in die Materie einarbeiten mussten. Dadurch hätten die jungen Künstler „nochmal einen anderen Bezug“ zu ihren Werken. Zweierlei fertigten sie passend zur Sage: ein großes Bild für den Bühnenhintergrund, das Orpheus' Lyra zeigt, sowie kleinere Bilder, die in Keilrahmen gefasst im Eingangsbereich der Schlossanlage ausgestellt wurden.

Bei der Lyra wird mit „ganz wenigen Bildzeichen“ gearbeitet, erzählt Dorothee Müller, damit sie plakativer wirkt. In den kleineren Formaten wurden Bildteile aus der Geschichte aufgegriffen, also Szenen, die die Jugendlichen beim Gedanken an Orpheus und Eurydike vor Augen haben. Diese verknüpfte Olga Sarabarina mit surrealen Maltechniken. Für alle Werke verwendeten die Schüler Stofffarben, die sie auf Polyester-Fahnenstoff auftrugen. Diese Farben zeichnen sich durch Transparenz und Leuchtkraft aus, so Müller. Und sie sind wasserabweisend, sodass sie den Herausforderungen einer Open-Air-Veranstaltung gewachsen sind. Das Konzept hatten Olga Sarabarina und Dorothee Müller zusammen mit Lea Ammertal, künstlerische Leiterin von Wildberg Classic Open, erarbeitet.

Der Männerkochtreff zaubert am Herd

Von Beginn an verfügt Wildberg Classic Open über ein eigenes Küchenteam sehr erfahrener Hobbyköche: den Männerkochtreff. Die Teilnehmer des VHS-Kurses bieten jedes Mal ein thematisch passendes Essen mit hohem Anspruch an Qualität, Produkte und Anrichteweise an. Auch für dieses Jahr haben sich die Männer wieder etwas einfallen lassen.

Seit deutlich mehr als zehn Jahren stehen die 14 Männer gemeinsam am Herd. Inzwischen sind sie eine etablierte Gruppe. „Wir sind voller Stolz in einer Liga angekommen, wo man sich zeigen kann“, findet Hobbykoch Dieter Dannenmann. „Wir brauchen uns nicht verstecken.“ Seit ihren Anfängen hätten alle Männer große Fortschritte gemacht. Und nach wie vor seien sie mit Spaß dabei. Unterrichtet – und auf die Classic Open vorbereitet – werden sie von ihren „sehr tollen Coaches“ Heiner Huber und Thomas Stremski, beides Profis in der Küche.

Etwa 900 Essen, erzählt Dannenmann, verlassen die Küche an beiden Classic-Open-Tagen. Was möglich ist, wird am Tag vorher vorbereitet. Denn die Logistik ist bei diesen Mengen eine große Herausforderung. Hygiene, Kühlung, Warmhalten – all das will gewährleistet sein. In Privatküchen lassen sich so viele Gerichte nicht kochen, deswegen nutzt der Männerkochtreff die größeren Küchen in Stadthalle, Gemeindezentrum und Bildungszentrum. Jeder Hobbykoch hat seinen festen Posten und weiß genau, wofür er zuständig ist.

Vier Hauptgänge hat sich Heiner Huber für „Orpheus & Eurydike“ einfallen lassen. Für Fischliebhaber wird es einen gegrillten Lachs mit einem Salat geben. Als vegetarisches Gericht kommt Couscoussalat aus 1001 Nacht auf die Teller – und zwar als Pyramide. Inzwischen schon berühmt ist der Gourmetteller. Salat von der Alblinse, kaltes rosa gebratenes Roastbeef, eine Fischterrine und ein Mohnmouse auf Schokobiskuit und noch die ein oder andere Überraschung mehr werden hier serviert. Nicht fehlen darf auch der Wildberger: mit Kaffeepulver und Amazonaspfeffer marinierter Schweinehals und selbstgemachtem Krautsalat auf einem Laugenzöpfle.

Hier gibt es Bilder und Impressionen.

Wildberg Classic Open 2017 - Bildergalerie

Unter dem Motto "Bella Italia... eine italienische Nacht in der historischen Schlossanlage" fanden am 30. Juni und 1. Juli 2017 die sechsten Wildberg Classic Open statt.

 

Blättern Sie in den nachfolgenden Impressionen.

 

 

Veranstaltungsorte

  • Fruchtkastenkeller, Klosterhof 2, 72218 Wildberg
  • Klosteranlage, Klosterhof 2, 72218 Wildberg
  • Museum, Klosterhof 2, 72218 Wildberg
  • Musikschule, Klosterhof 1, 72218 Wildberg
  • Schlossanlage, Schlossstraße 20, 72218 Wildberg
  • Stadthalle, Talstraße 6, 72218 Wildberg 

Direkt auf dem Stadtplan

Informationen und Karten erhalten Sie bei der

Stadt Wildberg
Rathaus
Marktstrasse 2
72218 Wildberg
Tel.: 0049 7054 201-125
Fax: 0049 7054 201-115
E-Mail 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Kartenreservierung: kultur(@)wildberg.de