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Autor: Stadt Wildberg - Hauptamt
Artikel vom 02.11.2018

Musikschule: Wildberger Schüler fliegen nach Fernost / Gemeinsames Konzert mit japanischen Jugendlichen

Der parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel setzt sich für die Kulturreise ein.

Mädchen und Jungen der Musikschule Wildberg sind zu einer ganz besonderen Konzertreise nach Japan gestartet. Das Goethe-Institut steuert neben weiteren Sponsoren stolze 20.000 Euro zu den Reisekosten bei. Für die Förderung des Kulturaustausches hat sich der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel eingesetzt.

„Was unsere Jugendlichen und ihre Begleiter da leisten, ist Völkerverständigung im besten Sinne“, freut sich ein sehr dankbarer Bürgermeister Ulrich Bünger über die Zusage, um zugleich dem CDU-Bundestagsabgeordneten für seinen Einsatz im Sinne der Völkerverständigung zu danken: „Es ist klasse, was Hans-Joachim Fuchtel da für unsere Musikschule erreicht hat. Da sieht man wieder einmal: Musik verbindet!“

Musik soll auch bei der Begegnung in Naruto zwischen dem 27. Oktober und 4. November auf der Insel Shikoku das verbindende Element sein. Die Stadt in der Präfektur Tokushima hat durch ein Kriegsgefangenenlager für deutsche Soldaten im ersten Weltkrieg einen besonderen Bezug zu Deutschland. Damals unterrichtete der deutsche Soldat Paul Engel japanische Jugendliche auf verschiedenen Instrumenten und gründete mit ihnen ein Orchester, um erstmalig in Japan die 9. Symphonie von Beethoven aufzuführen. Seitdem ist die „Neunte“ Kult in Japan und fester Bestandteil des Kulturlebens in dem fernöstlichen Land.

Vor 15 Jahren ließen Japaner dieses Orchester unter dem Namen „Engel Memorial Orchestra Tokushima“ wiederaufleben. Damit wollten sie nicht nur an den damaligen Gründer erinnern, sondern auch die völkerverbindende Freundschaft zwischen Deutschen und Japanern wieder erklingen lassen.

Die jungen Musikschüler aus Wildberg werden gemeinsam mit Jugendlichen aus Naruto und Tokushima zwei gemeinsame Konzerte mit deutschen und japanischen Kompositionen am Samstag, 3. November, geben. Zugleich erinnert die Stadt Naruto an dem japanischen Feiertag der Kultur an die Uraufführung von Beethovens Neunter Symphonie in Asien vor 100 Jahren.

Sinn und Zweck der Reise sind also kultureller Austausch, Jugendbegegnung, Völkerverständigung und das Erleben lebendiger Geschichte, sagt Musikschulleiterin Petra Roderburg-Eimann, bis heute werde der „Geist der Nächstenliebe“, der auch die humane Behandlung der Kriegsgefangenen in Japan einschloss, weitergegeben. Doch nie im Leben hätte sie daran gedacht, dass das Goethe-Institut die Idee zu der Konzertreise so großzügig unterstützen würde. Dafür hat sich Hans-Joachim Fuchtel eingesetzt, der diese Begegnung als besonders wertvoll für die Völkerverständigung einstuft: „Wer nebeneinandersitzt und miteinander musiziert, bringt sich in ein großartiges Projekt ein, das dem Frieden dient“, sagt der CDU-Politiker.

Das Goethe-Institut, benannt nach dem deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe, ist ein gemeinnütziger Verein mit Hauptsitz in München. Er fördert die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein umfassendes, aktuelles Deutschlandbild. Die Mitgliederversammlung setzt sich aus Vertretern der Bundes- sowie der Landesregierungen, des Bundestags sowie Personen des kulturellen Lebens zusammen.