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Autor: Stadt Wildberg - Hauptamt
Artikel vom 23.11.2018

Wildberg zu Gast bei japanischen Freunden

Musik verbindet – und wie der Japan-Besuch einer 37-köpfigen Gruppe aus Wildberg vor kurzem gezeigt hat, auch über tausende von Kilometern hinweg. Das Wildberger Musikschulorchester und eine Delegation der Stadt waren in den Herbstferien für eine Woche nach Tokushima gereist, um beim Engel-Matsue-Musikfestival, veranstaltet von der Tokushima Universität, aufzutreten und die Grüße aus der Schäferlaufstadt zu überbringen.  

Das Konzert war der absolute Höhepunkt der Reise. Die Wildberger musizierten gemeinsam mit dem Engel-Memorial-Orchestra, anderen Musikern und auch Chören. Rund 100 Teilnehmer standen zusammen auf der Bühne. 

Erinnert wurde damit an ein Konzert, das deutsche Kriegsgefangene und Bürger Tokushimas im Jahr 1918, also vor 100 Jahren, gemeinsam auf die Beine gestellt hatten. Damals wurde Beethovens 9. Sinfonie im Kriegsgefangenenlager Bando (bei der heutigen Stadt Naruto) in Japan uraufgeführt. Das ehemalige Lager besichtigten die Wildberger im Rahmen ihres Aufenthalts übrigens auch – ebenso wie das dazugehörige Deutsche Haus. „Dadurch bekam unsere Reise für alle Beteiligten einen ganz realen Hintergrund. Die Geschichte hinter dem Anlass ist allen dort sehr bewusst geworden und hat uns sehr beeindruckt“, erzählt Bürgermeister Ulrich Bünger.  

Die 29 Musiker und die achtköpfige Delegation aus Wildberg unter der Leitung von Bürgermeister Ulrich Bünger kamen mit vielen weiteren unvergesslichen Eindrücken aus Japan zurück. Ganz besonders ist ihnen die Herzlichkeit und Gastfreundschaft in Erinnerung geblieben.  

Neben dem gemeinsamen Musizieren der deutschen und japanischen Musiker standen für die Wildberger der kulturelle Austausch, die Jugendbegegnung und Völkerverständigung im Mittelpunkt ihrer Japan-Reise. „Wir haben bei allen offiziellen Empfängen sofort gemerkt, wie wichtig den Menschen in Japan die Bildung und Förderung der jungen Menschen ist“, so Bürgermeister Bünger.  Sowohl beim Treffen mit Kousuke Fukui, dem Politischen Verwaltungsleiter der Präfektur Tokushima, als auch bei der Begegnung mit Michihiko Izumi, dem Oberbürgermeister der Stadt Naruto, stand das Thema im Fokus. 

Und: Ein Gegenbesuch ist nicht unwahrscheinlich. Die Kontakte, die bei der Japanreise der Wildberger entstanden sind, wollen beide Seiten unbedingt pflegen. Was künftig daraus wird, ist noch nicht konkret, aber der Wille die geknüpfte Freundschaft zu erhalten ist ganz deutlich. Die deutschen und die japanischen Musiker verstanden sich sofort und tauschten sich gerne und viel aus – wo nötig eben mit Händen und Füßen.  

„Es ist alles reibungslos und sehr kameradschaftlich verlaufen“, berichtet Musikschulleiterin Petra Roderburg-Eimann über die ganz außergewöhnliche Konzertreise, deren Hauptorganisatorin Kaoru Minamiguchi, Lehrerin an der Musikschule, war. „Wir haben viel gesehen, tolle Gastfreundschaft und ein herzliches Miteinander erlebt.“