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Autor: Stadt Wildberg - Hauptamt
Artikel vom 10.04.2019

Mitreden, Mitbestimmen, Mitgestalten - Jeder der hier ist, ist wichtig

Mitreden, Mitbestimmen, Mitgestalten wollten Jugendliche und junge Erwachsene beim 1. Wildberger Jugendforum. Obwohl die Veranstaltung als Vorbereitung für Erstwähler auf die bevorstehende Kommunal- und Kreistagswahl gedacht war, wurde daraus schnell eine lockere Gesprächsrunde über Wünsche und Anliegen der Teilnehmer.

Als die Uhr am Mittwochabend im Wildberger Jugendtreff auf 18:30 Uhr vorrückte, schien es, als sollten die Erwachsenen mit Bürgermeister Ulrich Bünger, Kreisjugendreferent Wolfgang Borkenstein, den städtischen Mitarbeitern Susanne Gärtner, Josip Bacinger und Adrian Brose, den Jugendtreffleitern Natalie Hellerich und André Wehrstein sowie Erhard Schulz vom Trägerverein Offene Jugendarbeit deutlich in der Überzahl bleiben. Nach und nach kamen dann aber doch noch einige Jugendliche dazu, die sich an den Diskussionen beteiligten. An der Teilnehmerzahl störte sich aber niemand. „Für mich ist es ganz einfach. Jeder, der hier ist, ist wichtig“, so Bünger.

Zu den bevorstehenden Kommunal- und Europa-Wahlen gab es nur wenige Fragen. Vielmehr ging es den Jugendlichen und jungen Erwachsenen darum, persönliche Anliegen zu besprechen. Hier ein zusätzlicher Mülleimer, dort lockerere Handhabung der Regeln an den Grillstellen. Aber auch tiefergreifende Themen kamen auf den Tisch. Der Ausbau der Busverbindungen vor allem in den Abendstunden, öffentliches WLAN im Jugendtreff oder zusätzliche Öffnungszeiten, die die Jugendlichen auch ohne Aufsicht besetzen möchten. Eine gute Gelegenheit für Bürgermeister Bünger, die Entscheidungsprozesse auf Seiten von Stadt und Gemeinderat zu erläutern.

Am Beispiel des Mülleimers beschrieb er die kommunalpolitischen Abwägungen sowie die Kosten, die bei beinahe jedem Vorgang für die Allgemeinheit entstehen. „Es geht nicht darum, einfach einen Mülleimer irgendwo aufzustellen. Es steckt immer viel mehr dahinter.“ Besonders rege verlief die Diskussion über die sogenannten „Mitfahrbänkle“, die eine Alternative zu den festen Busfahrplänen werden könnten. Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat befanden die Idee für gut und möchten sie weiterentwickeln. Möglichst mit Hilfe der Jugendlichen, wie Susanne Gärtner betonte, die aus Erfahrung wüssten, wo solche Bänke Sinn ergeben würden. Dort könnte man einfach Platz nehmen, und so Autofahrern signalisieren, dass eine Mitfahrgelegenheit erwünscht ist. Die Jugendforum-Teilnehmer wünschten sich bei Umsetzung eine Art Sicherheitsnetz.

Auch wenn am Ende des Jugendforums zur Kommunal- und Kreistagswahl diese Wahlen zur Nebensache wurden, richtete Bünger noch den Appell an die Jugendlichen, von ihrem Wahlrecht – einem hohen Gut, für das viele Menschen gekämpft haben – Gebrauch zu machen.