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Autor: Stadt Wildberg - Hauptamt
Artikel vom 06.07.2021

Neues Schmuckstück aus Wildberg

Im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach gibt es ein neues Schmuckstück aus Wildberg zu bestaunen: einen Grenzstein, der unmittelbar neben dem „Effringer Schlössle“ einen Platz gefunden hat. Vor wenigen Tagen begrüßte Geschäftsführerin Margit Langer eine Delegation aus Wildberg zur feierlichen Enthüllung.

Den Grenzstein – eine Grenzmarke, die entlang der Grenze der Besitztümer des Klosters Reuthin und der Stadt Wildberg stand – haben Timo Roller und Heide Dittus aus Sulz am Eck gefunden und ihn vor dem Vergessen gerettet. Das Freilichtmuseum freut sich sehr über einen weiteren „Meilenstein“ aus Wildberg. Neben dem Effringer Schlössle steht seit 2020 auch ein Wildberger Schäferkarren auf dem hinzugekommenen Bereich „Nordschwarzwald“.

Thomas Hafen, wissenschaftlicher Leiter des Museums, weiß: Früher wurden Gemeindegrenzen mit Holz markiert, die Landesgrenzen mit Stein. Daher kommt auch der Ausdruck „über Stock und Stein“. Der stellvertretende Ortsvorsteher aus Effringen, Wolfgang Dürr, überreichte dem Freilichtmuseum noch fünf sogenannte „Grenzzeugen“ aus Effringen. Diese waren früher geheime Kennzeichen, die unterhalb oder in unmittelbarer Nähe des Grenzsteins vergraben wurden, um zu verhindern, dass die Grenze durch unbeabsichtigtes Verrücken des Steins beim Pflügen, durch ein Fuhrwerk oder gar durch mutwilliges Versetzen verschoben werden konnte.

Bürgermeister Ulrich Bünger und sein Gutacher Kollege Siegfried Eckert lobten ausdrücklich die gute und gedeihvolle Zusammenarbeit ihrer beiden Städte, die im Sinne der Patenschaftsvereinbarung mit der Grenzsteinenthüllung nochmal gestärkt wurde.

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