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Autor: Stadt Wildberg - Hauptamt
Artikel vom 21.07.2020

Das war das Schäferlauf-Wochenende ohne Schäferlauf

Ehrung beim Schäfertreffen 2020
Ehrung beim Schäfertreffen 2020

Das Schäferlauf-Wochenende ist vorbeigezogen – leider ohne den großen, wunderbaren Schäferlauf. Aber trotzdem konnte man immer wieder spüren und sehen, dass viele Wildberger zumindest im Geiste ganz bei ihrem Brauchtums- und Heimatfest waren. Fahnen wehten an Gebäuden, Windräder drehten sich überall im Stadtgebiet, die Stadtkapelle und die Trachtengruppe stellten spontane Aktionen auf die Beine und am Samstag fand statt des Leistungshütens ein Schäfertreffen statt.

Es wären wieder perfekte sonnige Schäferlauf-Tage gewesen. Aber es hat in diesem Jahr Corona-bedingt nicht sollen sein. Ganz ohne geht eben auch nicht. Und so lud die Stadt Wildberg Schäfer aus der Region, Vertreter des Landesschafzuchtverbands und des Schäfereivereins Nordschwarzwald zu einem Treffen ein. Und sogar die amtierende Wildberger Schäferkönigin Sophia Hagenlocher gab sich die Ehre. Rund 60 Gäste versammelten sich auf dem Gelände der Modellfluggruppe Wächtersberg, die die Bewirtung übernahm. Ein köstliches Mittagessen brachte der Gasthof Löwen auf die Tische.

Bei diesem Treffen stand ein Mann im Mittelpunkt. Bekannt ist er unter seinem liebevoll gewählten Spitznamen „der Funkturm“, wie Bürgermeister Ulrich Bünger lachend erzählte. Die Rede ist von Dr. Johann-Georg Wenzler, ehemaliger Zuchtleiter beim Landesschafzuchtverband, der seit 2002 das Leistungshüten für das Publikum kommentiert hat. 2018, kurz nach dem Schäferlauf in Wildberg, trat er in den Ruhestand und gab damit auch diese Aufgabe an seinen Nachfolger weiter. Genau so kam er vor 18 Jahren selbst zu diesem „Job“. Und er ist hier mittlerweile recht bekannt. „Als ich hergelaufen bin, kamen mir Wanderer entgegen, die sagten sofort: Hoi, isch heut Leischtungshüten?“

Dr. Johann-Georg Wenzler kam immer gerne zum Wildberger Schäferlauf. „Da war immer klar, es ist alles hervorragend vorbereitet. Auch künftig wird man ihn sicher unter den Besuchern entdecken. Für sein Wirken in Wildberg überreichte Bürgermeister Bünger „dem Funkturm“ ein tolles Bild, das ihn beim Leistungshüten in Aktion zeigt, und einen Bildband.

Am Freitag beziehungsweise am Sonntag demonstrierten bereits die Stadtkapelle und die Trachtengruppe ihre Verbundenheit mit dem Schäferlauf. Auf dem Schäferlaufplatz und im Kloster versammelten sich die Musiker und Tänzer, um dem ausgefallenen Brauchtums- und Heimatfest ihren Tribut zu zollen. Mit dabei, der Liederkranz Malsch, der extra für die Zeit des Schäferlaufs eine Unterkunft im Schäferwagen“Hotel“ gebucht hatte. Die Gelegenheit zu feiern fanden die Mitglieder trotzdem.

Übrigens: Wenn Sie ebenfalls etwas für den Wildberger Schäferlauf tun möchten, dann werden Sie für einen Jahresbeitrag von 17,23 Euro (abgeleitet vom Erlass zum Wildberger Schäferlauf im Jahre 1723) zum Unterstützer der Schäferlauffreunde Wildberg. Die Gründungsversammlung ist für den 14. Oktober geplant. Bereits jetzt liegen 160 Mitgliedsanträge vor. Wer noch nicht auf der Interessentenliste steht, aber ebenfalls gerne Mitglied der Schäferlauffreunde werden möchte, kann sich an Eberhard Fiedler, E-Mail schaeferlauffreunde-wildberg(@)web.de, wenden und die Unterlagen anfordern.