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Autor: Stadt Wildberg - Hauptamt
Artikel vom 12.03.2019

Vorsicht! Menschen und Frösche auf der Straße

Ab sofort ist auf den Straßen wieder Vorsicht geboten. Die Frösche und Kröten starten ihre Wanderung zu den Laichplätzen. Auch in Wildberg stehen die Krötenzäune und an manchen Stellen gilt: runter vom Gas!

Unzählige der Amphibien werden jeden Frühling beim Überqueren von Straßen überfahren, selbst in ruhigen Wohngebieten. Um die Tiere zu schützen, errichten ehrenamtliche Helfer mit Unterstützung der Bauhöfe und Straßenmeistereien dort Zäune, wo die Wanderwege Straßen kreuzen. Entlang der Zäune werden die Tiere von Freiwilligen eingesammelt und sicher über die Fahrbahn zu ihren Fortpflanzungsgewässern getragen. Im Bereich des Klosters in Wildberg wanderten bereits die ersten Frösche und Kröten. Vergangene Woche waren die Temperaturen so mild, dass viele der Tiere unterwegs waren.

Der einsetzende Regen hatte die Kröten wachgerüttelt, die ihren Wandertrieb ohne die rettenden Krötenzäune oftmals mit dem Leben auf der Klosterstraße bezahlen mussten. Deshalb konnten die Arbeiten für die unter Naturschutz stehenden Amphibien nicht dringlicher sein. Wassermeister Werner Schanz hatte sich beeilt, den Klosterteich wieder zu füllen, obwohl die anstehenden Reparaturen noch nicht beendet waren. Der Krötenschutzzaun stand dann vorletztes Wochenende, samstags um 11 Uhr. Um 23 Uhr trugen Helfer die ersten Kröten über die Straße zum Klosterteich.

Der Naturschutzwart des Schwarzwaldvereins Wildberg, Peter Korbel, hatte in diesem Jahr zwei Helfer beim Aufstellen der Krötenzäune im Kloster, die bisher keine Berührungspunkte mit dem Thema hatten. Beim letzten interkulturellen Familientag berichtete er einer Gruppe aus Syrien und der Türkei stammender Einwohner Wildbergs von den Aufgaben des Naturschutzes. Trotz reichlich Informationsmaterial des Landkreises und mit sprachlicher Unterstützung der neuen örtlichen Integrationsmanagerin Liana Khalil spürte man zunächst Skepsis. Jedoch kam spontan die Zusage, bei der anstehenden Schutzmaßnahme mit anzupacken. Und tatsächlich standen anderntags zwei Männer voller Tatendrang an der verabredeten Stelle in der Klosterstraße.