Stadt Wildberg

Seitenbereiche

Digitalisierung in Wildberg

Stadt Wildberg Digitalisierung

Auf dem Weg zur Kommune 4.0: Gemeinsam Zukunft gestalten

Keine Frage, wir befinden uns inmitten einer technologischen Revolution. Die Digitalisierung verändert unseren Alltag von Grund auf und erfasst alle Gesellschaftsbereiche, von Wirtschaft über Politik und Bildung bis hin zur sozialen Interaktion. Und natürlich erfasst sie auch Kommunen wie die Stadt Wildberg und ihre Bürger. „Der digitale Wandel eröffnet uns große Chancen“, sagt Bürgermeister Ulrich Bünger. „Aber er stellt uns auch vor Herausforderungen – die wir auf dem Weg zur Kommune 4.0 gerne annehmen."

Digialisierung in Kommunen (Digitalisierung Teil 1)

Thomas Strobl, stellvertretender baden-württembergischer Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Die Digitalisierung kann nur gelingen, wenn die Menschen ihren konkreten Nutzen erkennen. Das schaffen wir am besten, wenn wir direkt dort ansetzen, wo sie leben und arbeiten. Die Digitalisierung kann die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden erhöhen – und wird damit künftig zu einem ganz entscheidenden Standortfaktor. “Das bedeutet für die Stadt Wildberg und die kommunalpolitischen Gremien, dass bei jeder Planung, bei jeder Diskussion, bei jeder Entscheidung der Faktor Digitalisierung eine Hauptrolle spielt. Es bedeutet, dass Verwaltung und Gemeinderat mit Hochdruck an einer Breitbandversorgung bis in den abgelegensten Winkel Wildbergs arbeiten – sei es, indem sie mit viel Geld in Vorleistung gehen und die notwendigen Leitungsrohre verlegen lassen, mit potenziellen Anbietern verhandeln oder indem sie im Kontakt mit übergeordneten Behörden beharrlich dicke Bretter bohren, um Fördergelder zu akquirieren. Es bedeutet, dass IT-Fachleute unter dem Stichwort E-Government stetig daran arbeiten, die Kommunikation von Bürgerinnen und Bürgern mit den Ämtern zu vereinfachen und zu beschleunigen. Und es bedeutet nicht zuletzt, dass alle Schulen in Wildberg und den Teilorten mit Computern, Tablets, Beamern und natürlich WLAN ausgestattet wurden. Denn klar ist: Digitale Mediennutzung ist alltäglicher Teil der Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen geworden – nun geht es darum, ihnen die Kompetenz zu vermitteln, damit verantwortlich und fruchtbar umzugehen.

Neuland ist das alles freilich nicht mehr, die Digitalisierung hat längst Einzug gehalten im Selbstverständnis der Kommunen. Der Städte- und Gemeindetag Baden-Württemberg konstatiert: „Die Städte im Land haben diesbezüglich schon viel zu bieten.“ Aber er gibt auch zu bedenken: „Der Weg zur digitalen Kommune darf kein Trend sein, sondern muss auf Dauer angelegt werden. So werden unsere Städte und Gemeinden zu Akteuren und gestalten den digitalen Wandel im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung mit.“ Eine Feststellung ganz im Sinne von Ulrich Bünger: „Die gemeinsame Arbeit am Projekt Kommune 4.0 hat kein Verfalls- und kein Ablaufdatum. Wir sprechen von einer Aufgabe mit einem ‚open end‘“, sagt der Wildberger Bürgermeister.

Breitbandversorgung im gesamten Stadtgebiet (Digitalisierung Teil 2)

Neben Verkehr, Betreuung und Bildungsangebot ist die digitale Versorgung für Firmen wie für Familien mittlerweile ein unverzichtbares Kriterium bei der Wohn- oder Standortwahl geworden. Das schnelle Surfen im Internet gehört ganz einfach zum Leben dazu.

Mit der Breitband-Versorgung der Einwohner aller Wildberger Stadtteile sieht es ziemlich gut aus. Wenn überhaupt, sind nur noch einzelne Haushalte von schlechten Verbindungen betroffen. Leider hat die Stadt in den meisten Fällen keinen Einfluss darauf, da es um eine Einigung mit dem Anbieter vor Ort geht und fehlende Hausanschlüsse. „Aber da, wo wir als Stadt Einfluss nehmen können, tun wir es“, sagt Bürgermeister Ulrich Bünger. Bei jeder einzelnen Straßenbaumaßnahme werden Leerrohre in die Erde mitverlegt. So kann ein künftiger Anbieter jederzeit auf die Infrastruktur zurückgreifen und Glasfaserkabel platzieren – und muss nicht erst aufwändige Baumaßnahmen in Angriff nehmen.

In Gültlingen hat die Stadt beispielsweise die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt genutzt oder auch die in der Ortsmitte Schönbronn. Wird die Straße von Wildberg nach Eff ringen ausgebaut, werden auch dort Leerrohre mit verlegt. Und es geht noch einen Schritt weiter: Bei allen Sanierungsarbeiten unter der Erde wird seitens der Stadt flächendeckend eine FTTB-Anschlussmöglichkeit zum Standard gemacht. FTTB – Fibre to the Buil-ding – wird die Zukunft sein. Die optimale Anschlussmöglichkeit mit den höchsten Übertragungsraten. Wie der Name sagt, führen die Verbindungen von den Hauptleitungen direkt in die Häuser.

Versorgung im ländlichen Raum

Im ländlichen Raum ist die Versorgung der Menschen mit schnellem Internet deutlich schwieriger als in den Ballungsräumen. Für viele Anbieter ist es wirtschaftlich nicht attraktiv hohe Kosten in Kauf zu nehmen, um verwinkelte oder abgelegene Stadtteile ans Glasfaser-Netz zu bringen. Hier wird neben der Stadt auf ihrer Gemarkung auch der Landkreis Calw auf seinem Gebiet aktiv. Der Kreis hat den Eigenbetrieb Breitband gegründet und verlegt in Eigenregie ein sogenanntes Backbone-Netz, also die Glasfaser-Leitungen. Schon jetzt ist es rund 400 Kilometer lang und verfügt zum Teil bereits über Übergabestellen an die Gemeinden.

Wichtige Begriffe zu Verbindungsarten

  • DSL (Digital Subscriber Line): DSL-Anschlüsse führen über die Telefonleitung, also die klassischen kupferbasierten Leitungen.
  • Eine Verbesserung von DSL stellt VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) dar. Für die Strecke von den Vermittlungsstellen bis zu den Kabelverzweigern, den grauen Kästen am Straßenrand, werden bereits Glasfaserleitungen eingesetzt.
  • FTTB: Zukunft ist, das Glasfaser direkt in die Häuser gelegt wird. Das sogenannte FTTB – Fibre to the Building.

Von Breitbandversorgung und WLAN Hotspots (Digitalisierung Teil 3)

Schnelle Internetverbindungen will jeder. Schnelle Internetverbindungen braucht jeder. Eine Stadt muss sich heute daran messen lassen, wie und mit welcher Geschwindigkeit sie ihre Einwohner versorgen kann – und das, obwohl sie nie selbst als Anbieter auftreten kann.

In Wildberg ist die Breitbandwelt in Ordnung. Das Turbointernet steht flächendeckend zur Verfügung. Nur vereinzelte Haushalte surfen noch nicht auf der Überholspur der Datenautobahn – was allerdings in den Händen der Anbieterfirmen liegt. Der Stadt kommt die Rolle des Vermittlers zu. Die Breitbandversorgung in den Kindergärten, Schulen und Ortsverwaltungen ist dagegen überall up to Date. Und noch mehr: An ausgewählten Orten will die Verwaltung in nicht ferner Zukunft WLAN-Hotspots einrichten. BreitbandversorgungBei jeder einzelnen Straßenbaumaßnahme werden Leerrohre in die Erde mitverlegt. So kann ein künftiger Anbieter jederzeit auf die Infrastruktur zurückgreifen und Glasfaserkabel platzieren, er muss nicht erst aufwändige Baumaß-nahmen in Angriff nehmen. In Gültlingen hat die Stadt beispielsweise die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt genutzt oder auch die in der Ortsmitte Schönbronn. Wird die Straße von Wildberg nach Effringen ausgebaut, werden auch dort Leerrohre mit verlegt.

Kindergärten, Grundschulen und Musikschule

Das digitale Zeitalter macht auch in den Wildberger Grundschulen, in den städtischen Kindergärten und in der Musikschule nicht Halt. Alle Einrichtungen sind mit schnellen Internetverbindungen versorgt. In den Grundschulen nutzen die Kinder im Unterricht WLAN, lösen mit ihren Tablets Aufgaben und verfolgen die Themen über einen Beamer. 

WLAN - Stadt Wildberg gewinnt 15.000 € EU-Förderung

Ganz einfach am Marktbrunnen vor dem Rathaus, im Klosterhof, am Bahnhof und am Wohnmobilstellplatz über ein öffentliches WLAN-Netz ins Internet gelangen? Das könnte bald schon möglich sein.

Die Stadt Wildberg hat sich bei einem Förderprogramm angemeldet, dass ausschließlich die Einrichtung sogenannter Hotspots unterstützt. Unter den 3.400 Gewinnern, die eine Benachrichtigung über einen WiFi4EU-Gutschein erhalten haben, ist nun auch die Stadt Wildberg!

Ein WiFi4EU-Gutschein stellt pro Gemeinde einen festen Betrag von 15.000 Euro dar, der die Installation von WLAN-Hotspots in den Zentren von gemeinschaftlichem Leben wie Rathäusern, Schlössern, öffentlichen Parks oder Plätzen ermöglicht. Die Stadt Wildberg kann damit das bisherige freie WLAN im Rathaus und in der Musikschule dank der Förderung durch die Installation von weiteren Hotspots erweitern. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität in weiteren Teilen der Altstadt wie dem Bahnhof, dem Klosterhof, dem Schäferlaufplatz, sowie im Bereich des Wohnmobilstellplatzes durch freies WLAN zu erhöhen.

IPads und WLAN in den Wildberger Grundschulen (Digitalisierung Teil 4)

 

Das Thema Digitalisierung gehört in der Stadtverwaltung Wildberg schon lange zum täglichen Geschäft und wird sie auch noch sehr lange begleiten. In allen Bereichen des Lebens gibt es etwas zu verbessern, zu modernisieren oder upzudaten. Da bilden die Grundschulen in der Schäferlaufstadt keine Ausnahme. Seit Anfang des Schuljahres sind alle Gebäude mit schnellem Internet ausgestattet und die noch sehr jungen Schüler werden im Unterricht an den Umgang mit Tablets und Co. herangeführt.

Freitagmorgen, erste Schulstunde in der Grundschule in Gültlingen. Rektorin Heike Müller unterrichtet die Klasse 2 in Mathematik. An diesem Tag stehen aber keine Rechenaufgaben an der Tafel und niemand brütet über Zahlen. Die Kinder sitzen in Gruppen mit I-Pads vor einem Haufen Holzbausteinen. „Sie sollen mit den Bausteinen ein Gebäude bauen, es mit dem I-Pad fotografi eren und eine andere Gruppe soll es anhand der Fotos nachbauen“ erklärt Heike Müller. So lernen die Jungen und Mädchen die Grundlagen des Fotoprogramms auf Handys und Tablets.

Digitale Mediennutzung ist alltäglicher Teil der Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen geworden. Deshalb ist es auch unabdingbar, sie an das Thema heranzuführen, sie mit den neuen Medien vertraut zu machen. Aber natürlich auch immer mit der Aufklärung über die Schattenseiten, um sie vor möglichem Schaden zu bewahren.

Im Unterricht der Grundschule Sulz-Gültlingen sind die Tablets kein Ersatz zum Schulbuch, Lernprogramme sind nicht im Einsatz. Auch wird nicht neuerdings nur noch getippt, sondern auch weiterhin von Hand geschrieben. Die Geräte werden dort eingesetzt, wo es passt. Jeder Lehrer kann sich kreative Lernmodule überlegen – so wie Heike Müller mit dem kleinen Projekt „Fotografieren und nachbauen“. Andere nutzen die I-Pads für Recherchen in Sachkunde oder in Deutsch. „Wir gehen dabei immer über die Kindersuchmaschinen „Blinde Kuh“ oder „Frag Finn“.

Jede der vier Grundschulen in Wildberg verfügt über einen handlichen Koffer mit zehn iPads. Um diese auch jederzeit nutzen zu können, wurden natürlich alle Schulen an die schnelle Datenautobahn angeschlossen und mit WLAN in den Klassenzimmern versorgt. Außerdem gehören Beamer inzwischen zur Standardausstattung. „Lehrfilme werden bei uns so über den Laptop gestreamt.“ Deutlich einfacher, denkt man zurück an die riesigen Filmabspielgeräte und die Filmrollen, die vor noch gar nicht so langer Zeit den Schulalltag begleiteten.

Wie ist heute das Wetter in Wildberg? (Digitalisierung Teil 5)

Brauche ich einen Schirm, wenn ich zum Wandern in die Lützenschlucht möchte oder eher Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, wenn ich die Augenblick-Runde in Angriff nehme?

Diese Fragen lassen sich in Zukunft sehr leicht beantworten, denn Wildberg hat seit Neuestem eine Webcam mit Blick auf die Stadt, den Wächtersberg und das dahinter liegende Hecken- und Schlehengäu eingerichtet.

Auf der Homepage www.wildberg.de findet man direkt neben der Such-Lupe oben rechts eine Verlinkung auf die Webcam. Zu finden ist sie auch unter dem Reiter „Stadt Wildberg“ – hier bieten sowohl ein 360°-Panorama der Stadt als auch die Webcam ungewohnte Ausblicke über die Schäferlaufstadt. Und auch wenn gerade kein aktuelles Bild geliefert wird, stehen die letzten Aufnahmen unter dem Link, der unterhalb des Bildes genannt wird, zur Verfügung.

Auch überregional wird die Webcam eingesetzt. Wer über www.wetter.com nach Wildberg sucht, bekommt ein Livebild, passend zur aktuellen Wettervorhersage und auch über die Homepage des touristischen Dachverbands des Schwarzwald www.schwarzwald-tourismus.info ist die Webcam in Wildberg gelistet.

Digitales Unterrichtsmaterial und digitale Lehrinhalte (Digitalisierung Teil 6)

Inzwischen ist die Digitalisierung sehr präsent am Bildungszentrum. „Wir arbeiten viel damit, zunehmend mehr“, so der stellvertretende Schulleiter Jochen Fouquet. Deswegen beschäftigte sich das gesamte Kollegium im letzten Jahr an einem ganzen Tag intensiv mit dem Thema. Sowohl die Unterrichtsmaterialien, mit denen die Kinder in ihrem Schulalltag arbeiten, als auch die Lehrinhalte haben sich dahingehend verändert. Heute ist vieles digitaler – weil es im späteren Berufsleben oft auch gefordert wird.

Im Technikraum finden sich heute nicht nur einfache Werkzeuge, sondern Maschinen, die per Computer gesteuert wer- den. Ein Beispiel dafür sind die Fräsen, mit denen die Schüler Buchstaben, Formen, Smileys und andere Dinge auf kleine Schildchen fräsen können. Sie müssen lediglich in den Computer eintippen, was sie haben wollen. „Manche Inhalte, die früher in Technik gemacht wurden, werden gar nicht mehr nachgefragt“, erzählt der stellvertretende Schulleiter Jochen Fouquet. Betriebe wären heute eher auf der Suche nach Nachwuchs, der sich im Umgang mit derartigem auskennt. Ein Vorteil für das Bildungszentrum ist hier das Schulteam. „Wir haben so viele junge Kollegen, die sich da engagieren“, betont Fouquet.

Fächerübergreifend kommt digitaler Lernstoff ebenfalls zum Einsatz, beispielsweise beim Antrieb eines Hubschrauberrotors mittels PC. Technik, Informatik und Physik kommen hier zusammen. Früher mechanisch betriebene Vorgänge wie eine Lichtschaltung wird heute über einen Mikrocontroller und den Computer gesteuert. Beispielsweise Ampelschaltungen lassen sich so steuern. „Da hat man den direkten Praxisbezug“, kommentiert Jochen Fouquet. Schon in Klasse fünf beginnt das digitale Lernen mit den Grundlagen wie dem Versenden von E-Mails. „Das macht den Kleinen eine Riesenfreude“, erzählt der stellvertretende Schulleiter. Seit November 2017 haben die Jungen und Mädchen Zugang zum Schulnetz, das Rechner mit Internetzugang und verschiedenen Programmen bietet. Dazu kommt eine Cloud, in der Dokumente abgelegt und von daheim bearbeitet werden können.

Zwei Tabletkoffer und ein Laptopwagen mit je 16 Geräten bringen das digitale Arbeiten in die Klassenzimmer, zusätzlich zu den beiden Computerräumen mit je 16 Schüler-PCs. In jedem Klassenzimmer und Fachraum ist ein Beamer installiert, dazu ein Computer und eine Objektkamera. Letztere ersetzt den Tageslichtprojektor. „Das ist super, eine wirkliche Bereicherung“, findet Fouquet.

Das gilt auch für das „sehr leistungsfähige Internet in der Bildungseinrichtung“. Darüber können Filme vom Kreismedienzentrum gestreamt werden. Früher mussten die Filme zuerst abgeholt werden. „Ich bin viel spontaner als früher“, erzählt Fouquet. Die Schüler haben ebenfalls Zugriff darauf und können die Filme als Hausaufgabe oder Unterrichtsvorbereitung schauen.