Stadt Wildberg (Druckversion)

Digitalisierung in Wildberg

Stadt Wildberg Digitalisierung

Auf dem Weg zur Kommune 4.0: Gemeinsam Zukunft gestalten

Keine Frage, wir befinden uns inmitten einer technologischen Revolution. Die Digitalisierung verändert unseren Alltag von Grund auf und erfasst alle Gesellschaftsbereiche, von Wirtschaft über Politik und Bildung bis hin zur sozialen Interaktion. Und natürlich erfasst sie auch Kommunen wie die Stadt Wildberg und ihre Bürger. „Der digitale Wandel eröffnet uns große Chancen“, sagt Bürgermeister Ulrich Bünger. „Aber er stellt uns auch vor Herausforderungen – die wir auf dem Weg zur Kommune 4.0 gerne annehmen."

Autor: Stadt Wildberg - Hauptamt
Artikel vom 16.03.2021

Stadtseniorenrat liefert breites Onlineangebot

Die Corona-Pandemie macht es dem Stadtseniorenrat schwer, mit seinen Mitgliedern in persönlichen Kontakt zu treten. Dabei bräuchten gerade viele (ältere) Menschen Unterstützung und vielleicht auch einfach ein wenig Trost. Der Stadtseniorenrat Wildberg bietet beides auf zwei Wegen.

Zum einen bietet der Verein eine Hotline zur Unterstützung bei der Vereinbarung von Impfterminen an. Denn dafür braucht es Internet, eine Mailadresse und ein Handy. Dinge, die vor allem viele Senioren gar nicht haben, was das Verfahren nicht seniorengerecht macht, bedauert Vorsitzender Erhard Wacker. Also hat der Stadtseniorenrat eine Hotline eingerichtet.

Bis auf weiteres sind die Freiwilligen immer montags von 13 bis 16 Uhr unter 07054 201-700 erreichbar. Sie machen dann die Termine für die Anrufer aus. Derzeit sind fünf Helfer des Stadtseniorenrates im Einsatz, bei Bedarf will auch die Mittwochsgesellschaft die Aktion unterstützen. Die Freiwilligen nehmen die Anrufe entgegen und versuchen dann von Zuhause über das Internet, einen Termin zu reservieren.

Und woher kam die Idee? Den Anstoß gab Eberhard Fiedler, Vorsitzender des Calwer Kreisseniorenrates. Daraufhin machte sich der Stadtseniorenrat selbst Gedanken. Schließlich ging Erhard Wacker auf den Vorsitzenden des Nagolder Stadtseniorenrates, Eberhard Schwarz, zu. Denn dort besteht das Angebot bereits seit Januar. Anfang Februar machte sich Wacker vor Ort selbst ein Bild von Organisation und Vorgehensweise. Nach Rücksprache mit dem Ausschuss war klar: Das lässt sich nur mit Unterstützung der Stadtverwaltung umsetzen. Und die bekam der Stadtseniorenrat auch – in Form einer neutralen Telefonnummer und der Nutzung von Räumlichkeiten im Dorfgemeinschaftshaus in Schönbronn. Für diese Unterstützung bedankt sich der Stadtseniorenrat, sowohl bei Bürgermeister Ulrich Bünger als auch bei Susanne Gärtner, welche unter anderem für die Koordination des Ehrenamts zuständig ist.

Die Internetseite wird rege genutzt und aktualisiert

Zum anderen ist der Stadtseniorenrat derzeit viel online aktiv. Die Vereinswebseite erfreue sich vieler Besucher, sogar überraschend vieler, und werde mehrmals die Woche mit neuen Inhalten belebt, erzählt Schriftführer Theo Gärtner. Dabei handelt es sich um seniorengerechte Themen, Aufmunterndes und Spannendes. Wer einen Blick darauf werfen möchte, kann die Webseite unter www.ssr-wildberg.de besuchen.

Digialisierung in Kommunen (Digitalisierung Teil 1)

Thomas Strobl, stellvertretender baden-württembergischer Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Die Digitalisierung kann nur gelingen, wenn die Menschen ihren konkreten Nutzen erkennen. Das schaffen wir am besten, wenn wir direkt dort ansetzen, wo sie leben und arbeiten. Die Digitalisierung kann die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden erhöhen – und wird damit künftig zu einem ganz entscheidenden Standortfaktor. “Das bedeutet für die Stadt Wildberg und die kommunalpolitischen Gremien, dass bei jeder Planung, bei jeder Diskussion, bei jeder Entscheidung der Faktor Digitalisierung eine Hauptrolle spielt. Es bedeutet, dass Verwaltung und Gemeinderat mit Hochdruck an einer Breitbandversorgung bis in den abgelegensten Winkel Wildbergs arbeiten – sei es, indem sie mit viel Geld in Vorleistung gehen und die notwendigen Leitungsrohre verlegen lassen, mit potenziellen Anbietern verhandeln oder indem sie im Kontakt mit übergeordneten Behörden beharrlich dicke Bretter bohren, um Fördergelder zu akquirieren. Es bedeutet, dass IT-Fachleute unter dem Stichwort E-Government stetig daran arbeiten, die Kommunikation von Bürgerinnen und Bürgern mit den Ämtern zu vereinfachen und zu beschleunigen. Und es bedeutet nicht zuletzt, dass alle Schulen in Wildberg und den Teilorten mit Computern, Tablets, Beamern und natürlich WLAN ausgestattet wurden. Denn klar ist: Digitale Mediennutzung ist alltäglicher Teil der Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen geworden – nun geht es darum, ihnen die Kompetenz zu vermitteln, damit verantwortlich und fruchtbar umzugehen.

Neuland ist das alles freilich nicht mehr, die Digitalisierung hat längst Einzug gehalten im Selbstverständnis der Kommunen. Der Städte- und Gemeindetag Baden-Württemberg konstatiert: „Die Städte im Land haben diesbezüglich schon viel zu bieten.“ Aber er gibt auch zu bedenken: „Der Weg zur digitalen Kommune darf kein Trend sein, sondern muss auf Dauer angelegt werden. So werden unsere Städte und Gemeinden zu Akteuren und gestalten den digitalen Wandel im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung mit.“ Eine Feststellung ganz im Sinne von Ulrich Bünger: „Die gemeinsame Arbeit am Projekt Kommune 4.0 hat kein Verfalls- und kein Ablaufdatum. Wir sprechen von einer Aufgabe mit einem ‚open end‘“, sagt der Wildberger Bürgermeister.

Breitbandversorgung im gesamten Stadtgebiet (Digitalisierung Teil 2)

Neben Verkehr, Betreuung und Bildungsangebot ist die digitale Versorgung für Firmen wie für Familien mittlerweile ein unverzichtbares Kriterium bei der Wohn- oder Standortwahl geworden. Das schnelle Surfen im Internet gehört ganz einfach zum Leben dazu.

Mit der Breitband-Versorgung der Einwohner aller Wildberger Stadtteile sieht es ziemlich gut aus. Wenn überhaupt, sind nur noch einzelne Haushalte von schlechten Verbindungen betroffen. Leider hat die Stadt in den meisten Fällen keinen Einfluss darauf, da es um eine Einigung mit dem Anbieter vor Ort geht und fehlende Hausanschlüsse. „Aber da, wo wir als Stadt Einfluss nehmen können, tun wir es“, sagt Bürgermeister Ulrich Bünger. Bei jeder einzelnen Straßenbaumaßnahme werden Leerrohre in die Erde mitverlegt. So kann ein künftiger Anbieter jederzeit auf die Infrastruktur zurückgreifen und Glasfaserkabel platzieren – und muss nicht erst aufwändige Baumaßnahmen in Angriff nehmen.

In Gültlingen hat die Stadt beispielsweise die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt genutzt oder auch die in der Ortsmitte Schönbronn. Wird die Straße von Wildberg nach Eff ringen ausgebaut, werden auch dort Leerrohre mit verlegt. Und es geht noch einen Schritt weiter: Bei allen Sanierungsarbeiten unter der Erde wird seitens der Stadt flächendeckend eine FTTB-Anschlussmöglichkeit zum Standard gemacht. FTTB – Fibre to the Buil-ding – wird die Zukunft sein. Die optimale Anschlussmöglichkeit mit den höchsten Übertragungsraten. Wie der Name sagt, führen die Verbindungen von den Hauptleitungen direkt in die Häuser.

Versorgung im ländlichen Raum

Im ländlichen Raum ist die Versorgung der Menschen mit schnellem Internet deutlich schwieriger als in den Ballungsräumen. Für viele Anbieter ist es wirtschaftlich nicht attraktiv hohe Kosten in Kauf zu nehmen, um verwinkelte oder abgelegene Stadtteile ans Glasfaser-Netz zu bringen. Hier wird neben der Stadt auf ihrer Gemarkung auch der Landkreis Calw auf seinem Gebiet aktiv. Der Kreis hat den Eigenbetrieb Breitband gegründet und verlegt in Eigenregie ein sogenanntes Backbone-Netz, also die Glasfaser-Leitungen. Schon jetzt ist es rund 400 Kilometer lang und verfügt zum Teil bereits über Übergabestellen an die Gemeinden.

Wichtige Begriffe zu Verbindungsarten

  • DSL (Digital Subscriber Line): DSL-Anschlüsse führen über die Telefonleitung, also die klassischen kupferbasierten Leitungen.
  • Eine Verbesserung von DSL stellt VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) dar. Für die Strecke von den Vermittlungsstellen bis zu den Kabelverzweigern, den grauen Kästen am Straßenrand, werden bereits Glasfaserleitungen eingesetzt.
  • FTTB: Zukunft ist, das Glasfaser direkt in die Häuser gelegt wird. Das sogenannte FTTB – Fibre to the Building.

Von Breitbandversorgung und WLAN Hotspots (Digitalisierung Teil 3)

Schnelle Internetverbindungen will jeder. Schnelle Internetverbindungen braucht jeder. Eine Stadt muss sich heute daran messen lassen, wie und mit welcher Geschwindigkeit sie ihre Einwohner versorgen kann – und das, obwohl sie nie selbst als Anbieter auftreten kann.

In Wildberg ist die Breitbandwelt in Ordnung. Das Turbointernet steht flächendeckend zur Verfügung. Nur vereinzelte Haushalte surfen noch nicht auf der Überholspur der Datenautobahn – was allerdings in den Händen der Anbieterfirmen liegt. Der Stadt kommt die Rolle des Vermittlers zu. Die Breitbandversorgung in den Kindergärten, Schulen und Ortsverwaltungen ist dagegen überall up to Date. Und noch mehr: An ausgewählten Orten will die Verwaltung in nicht ferner Zukunft WLAN-Hotspots einrichten. BreitbandversorgungBei jeder einzelnen Straßenbaumaßnahme werden Leerrohre in die Erde mitverlegt. So kann ein künftiger Anbieter jederzeit auf die Infrastruktur zurückgreifen und Glasfaserkabel platzieren, er muss nicht erst aufwändige Baumaß-nahmen in Angriff nehmen. In Gültlingen hat die Stadt beispielsweise die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt genutzt oder auch die in der Ortsmitte Schönbronn. Wird die Straße von Wildberg nach Effringen ausgebaut, werden auch dort Leerrohre mit verlegt.

Kindergärten, Grundschulen und Musikschule

Das digitale Zeitalter macht auch in den Wildberger Grundschulen, in den städtischen Kindergärten und in der Musikschule nicht Halt. Alle Einrichtungen sind mit schnellen Internetverbindungen versorgt. In den Grundschulen nutzen die Kinder im Unterricht WLAN, lösen mit ihren Tablets Aufgaben und verfolgen die Themen über einen Beamer. 

WLAN - Stadt Wildberg gewinnt 15.000 € EU-Förderung

Ganz einfach am Marktbrunnen vor dem Rathaus, im Klosterhof, am Bahnhof und am Wohnmobilstellplatz über ein öffentliches WLAN-Netz ins Internet gelangen? Das könnte bald schon möglich sein.

Die Stadt Wildberg hat sich bei einem Förderprogramm angemeldet, dass ausschließlich die Einrichtung sogenannter Hotspots unterstützt. Unter den 3.400 Gewinnern, die eine Benachrichtigung über einen WiFi4EU-Gutschein erhalten haben, ist nun auch die Stadt Wildberg!

Ein WiFi4EU-Gutschein stellt pro Gemeinde einen festen Betrag von 15.000 Euro dar, der die Installation von WLAN-Hotspots in den Zentren von gemeinschaftlichem Leben wie Rathäusern, Schlössern, öffentlichen Parks oder Plätzen ermöglicht. Die Stadt Wildberg kann damit das bisherige freie WLAN im Rathaus und in der Musikschule dank der Förderung durch die Installation von weiteren Hotspots erweitern. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität in weiteren Teilen der Altstadt wie dem Bahnhof, dem Klosterhof, dem Schäferlaufplatz, sowie im Bereich des Wohnmobilstellplatzes durch freies WLAN zu erhöhen.

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