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Digitalisierung in Wildberg

Stadt Wildberg Digitalisierung

Auf dem Weg zur Kommune 4.0: Gemeinsam Zukunft gestalten

Keine Frage, wir befinden uns inmitten einer technologischen Revolution. Die Digitalisierung verändert unseren Alltag von Grund auf und erfasst alle Gesellschaftsbereiche, von Wirtschaft über Politik und Bildung bis hin zur sozialen Interaktion. Und natürlich erfasst sie auch Kommunen wie die Stadt Wildberg und ihre Bürger. „Der digitale Wandel eröffnet uns große Chancen“, sagt Bürgermeister Ulrich Bünger. „Aber er stellt uns auch vor Herausforderungen – die wir auf dem Weg zur Kommune 4.0 gerne annehmen."

Artikel vom 10.02.2022

iPads für die Musikschule Wildberg

Unendliche Möglichkeiten dank Musik-Apps

iPads für die Musikschule Wildberg

Die Digitalisierung ist auch in der Musikschule ein Thema. „Die Verwendung von Apps, mit denen Musik bearbeitet, arrangiert und komponiert werden kann, gehört bereits zum Alltag einer jeden Musikschullehrkraft“, weiß Petra Roderburg-Eimann.

 

Deswegen freut sich die Musikschulleiterin auch, dass die Stadt der Wildberger Einrichtung letzten Freitag 17 iPads für das Kollegium vorbeibrachte. „Durch die Anschaffung der iPads kann jetzt auf die aktuellen Anforderungen professionell reagiert werden“, so Roderburg-Eimann. „Mit den neuen iPads ist es nun jeder Lehrkraft möglich, zusätzlich zum herkömmlichen Unterricht mit digitalen Möglichkeiten den Unterricht individuell zu erweitern.“ Außerdem können die iPads im Falle eines erneuten Lockdowns für den Fernunterricht genutzt werden. Bisher waren die Lehrkräfte auf private Endgeräte angewiesen.

 

Welche Apps genau installiert werden, wird noch final zwischen Schulleitung und IuK-Abteilung der Stadt abgestimmt. Die Bandbreite ist groß, wissen Petra Roderburg-Eimann und ihr Stellvertreter Peter Falk. Stimmgeräte, Arrangements, Metronome und vieles mehr sind auf dem Markt. In jedem Fall genutzt werden soll die App ERNA, welche Korrepetition bietet – also eine Begleitung für Musiker, beispielsweise auf dem Klavier. „Das ist alles sehr zukunftsgerichtet“, so Roderburg-Eimann. Sie und Peter Falk haben die iPads bereits getestet. „Ich find’s super“ lautet das vorläufige Fazit der Musikschulleiterin. Der Stadt spricht sie ein großes Dankeschön für die Anschaffung aus.

 

Eine weitere Neuerung, von der Petra Roderburg-Eimann erfreut berichtet: „In den nächsten Wochen wird eine Musikschul-App dazukommen, die mit der Musikschulverwaltungssoftware verbunden wird, sodass auch Verwaltungsaufgaben digital übernommen werden.“ Ein absoluter Pluspunkt der App ist außerdem, dass sie Online-Unterricht datenschutzkonform ermöglicht. „Im nächsten Schritt werden sich die Schüler die App herunterladen können“, fährt sie fort, „sodass eine direkte digitale Kommunikation mit der Lehrkraft erfolgen kann.“ Teils werden durch die Tablets auch Ausdrucke auf Papier wegfallen, freut sich Peter Falk. Beispielsweise die Anwesenheitslisten – sehr zur Freude der Lehrer.

 

Die Einrichtung der neuen Musikschulverwaltungssoftware erfolgte durch die IuK-Abteilung der Stadt Wildberg. Das Team hat sich auch um die Anschaffung und Einrichtung der iPads gekümmert. „Einen entscheidenden Teil dieser Aufgaben hat der Auszubildende Fabio Rizzo übernommen“, erzählt Abteilungsleiter Josip Bacinger stolz. Die weitere Betreuung der Tablets fällt ebenfalls der IuK-Abteilung zu. Über einen zentralen School-Manager werden alle notwendigen Apps aufgespielt und grundsätzliche Einstellungen gemacht, erklärt Fabio Rizzo, der seit gut einem Jahr bei der Stadt tätig ist. Es kann sich aber auch jeder Lehrer mit seiner eigenen Apple-ID anmelden und weitere benötigte Apps individuell selbst installieren. Durch das große Engagement des IuK-Teams bei Einführung und Betreuung der neuen Software konnten ausreichend Mittel eingespart werden, um die neuen iPads für die Musikschule zu finanzieren.

 

Bei der Stadt weiß man um die große Bedeutung der Digitalisierung, erzählt Ulrich Bünger. Man wünsche sich natürlich Unterricht in der Präsenz, aber wenn das nicht gehe, müsse man gut aufgestellt sein, weiß der Bürgermeister. Manchmal brauche es eine Krise, um Fortschritte, über die seit Jahren gesprochen wird, voranzutreiben. Bünger ist sicher, dass einige dieser Errungenschaften die Pandemie überdauern werden.

 

Trotz Pandemie und Einschränkungen konnte die Musikschule ihre Schüler gut erreichen, freut sich Petra Roderburg-Eimann. „Ich war sehr positiv überrascht.“ Ein Grund war sicher, dass der Unterricht – egal wie, sei es online oder in Präsenz mit Abstand und Maske – gestemmt werden konnte. Man habe kaum Abgänge zu verzeichnen und die fielen in die natürliche Fluktuation. Dafür konnten mehr Zugänge erzielt werden. „Wir haben gezeigt“, so Roderburg-Eimann, „wir sind präsent.“ „Und zuverlässig“, ergänzt Peter Falk. „Eltern und Schüler wussten das zu schätzen.“ „Das hat Struktur gebracht“, weiß Ulrich Bünger. Er sprach dem Kollegium seine Hochachtung aus, denn unter diesen Umständen so etwas zu leisten sei „eine große Herausforderung und Belastung“. Roderburg-Eimann dankte den Kollegen für ihre große Bereitschaft, neue Wege zu gehen und neue Methoden zu versuchen.

Digialisierung in Kommunen (Digitalisierung Teil 1)

Thomas Strobl, stellvertretender baden-württembergischer Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Die Digitalisierung kann nur gelingen, wenn die Menschen ihren konkreten Nutzen erkennen. Das schaffen wir am besten, wenn wir direkt dort ansetzen, wo sie leben und arbeiten. Die Digitalisierung kann die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden erhöhen – und wird damit künftig zu einem ganz entscheidenden Standortfaktor. “Das bedeutet für die Stadt Wildberg und die kommunalpolitischen Gremien, dass bei jeder Planung, bei jeder Diskussion, bei jeder Entscheidung der Faktor Digitalisierung eine Hauptrolle spielt. Es bedeutet, dass Verwaltung und Gemeinderat mit Hochdruck an einer Breitbandversorgung bis in den abgelegensten Winkel Wildbergs arbeiten – sei es, indem sie mit viel Geld in Vorleistung gehen und die notwendigen Leitungsrohre verlegen lassen, mit potenziellen Anbietern verhandeln oder indem sie im Kontakt mit übergeordneten Behörden beharrlich dicke Bretter bohren, um Fördergelder zu akquirieren. Es bedeutet, dass IT-Fachleute unter dem Stichwort E-Government stetig daran arbeiten, die Kommunikation von Bürgerinnen und Bürgern mit den Ämtern zu vereinfachen und zu beschleunigen. Und es bedeutet nicht zuletzt, dass alle Schulen in Wildberg und den Teilorten mit Computern, Tablets, Beamern und natürlich WLAN ausgestattet wurden. Denn klar ist: Digitale Mediennutzung ist alltäglicher Teil der Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen geworden – nun geht es darum, ihnen die Kompetenz zu vermitteln, damit verantwortlich und fruchtbar umzugehen.

Neuland ist das alles freilich nicht mehr, die Digitalisierung hat längst Einzug gehalten im Selbstverständnis der Kommunen. Der Städte- und Gemeindetag Baden-Württemberg konstatiert: „Die Städte im Land haben diesbezüglich schon viel zu bieten.“ Aber er gibt auch zu bedenken: „Der Weg zur digitalen Kommune darf kein Trend sein, sondern muss auf Dauer angelegt werden. So werden unsere Städte und Gemeinden zu Akteuren und gestalten den digitalen Wandel im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung mit.“ Eine Feststellung ganz im Sinne von Ulrich Bünger: „Die gemeinsame Arbeit am Projekt Kommune 4.0 hat kein Verfalls- und kein Ablaufdatum. Wir sprechen von einer Aufgabe mit einem ‚open end‘“, sagt der Wildberger Bürgermeister.

Breitbandversorgung im gesamten Stadtgebiet (Digitalisierung Teil 2)

Neben Verkehr, Betreuung und Bildungsangebot ist die digitale Versorgung für Firmen wie für Familien mittlerweile ein unverzichtbares Kriterium bei der Wohn- oder Standortwahl geworden. Das schnelle Surfen im Internet gehört ganz einfach zum Leben dazu.

Mit der Breitband-Versorgung der Einwohner aller Wildberger Stadtteile sieht es ziemlich gut aus. Wenn überhaupt, sind nur noch einzelne Haushalte von schlechten Verbindungen betroffen. Leider hat die Stadt in den meisten Fällen keinen Einfluss darauf, da es um eine Einigung mit dem Anbieter vor Ort geht und fehlende Hausanschlüsse. „Aber da, wo wir als Stadt Einfluss nehmen können, tun wir es“, sagt Bürgermeister Ulrich Bünger. Bei jeder einzelnen Straßenbaumaßnahme werden Leerrohre in die Erde mitverlegt. So kann ein künftiger Anbieter jederzeit auf die Infrastruktur zurückgreifen und Glasfaserkabel platzieren – und muss nicht erst aufwändige Baumaßnahmen in Angriff nehmen.

In Gültlingen hat die Stadt beispielsweise die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt genutzt oder auch die in der Ortsmitte Schönbronn. Wird die Straße von Wildberg nach Eff ringen ausgebaut, werden auch dort Leerrohre mit verlegt. Und es geht noch einen Schritt weiter: Bei allen Sanierungsarbeiten unter der Erde wird seitens der Stadt flächendeckend eine FTTB-Anschlussmöglichkeit zum Standard gemacht. FTTB – Fibre to the Buil-ding – wird die Zukunft sein. Die optimale Anschlussmöglichkeit mit den höchsten Übertragungsraten. Wie der Name sagt, führen die Verbindungen von den Hauptleitungen direkt in die Häuser.

Versorgung im ländlichen Raum

Im ländlichen Raum ist die Versorgung der Menschen mit schnellem Internet deutlich schwieriger als in den Ballungsräumen. Für viele Anbieter ist es wirtschaftlich nicht attraktiv hohe Kosten in Kauf zu nehmen, um verwinkelte oder abgelegene Stadtteile ans Glasfaser-Netz zu bringen. Hier wird neben der Stadt auf ihrer Gemarkung auch der Landkreis Calw auf seinem Gebiet aktiv. Der Kreis hat den Eigenbetrieb Breitband gegründet und verlegt in Eigenregie ein sogenanntes Backbone-Netz, also die Glasfaser-Leitungen. Schon jetzt ist es rund 400 Kilometer lang und verfügt zum Teil bereits über Übergabestellen an die Gemeinden.

Wichtige Begriffe zu Verbindungsarten

  • DSL (Digital Subscriber Line): DSL-Anschlüsse führen über die Telefonleitung, also die klassischen kupferbasierten Leitungen.
  • Eine Verbesserung von DSL stellt VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) dar. Für die Strecke von den Vermittlungsstellen bis zu den Kabelverzweigern, den grauen Kästen am Straßenrand, werden bereits Glasfaserleitungen eingesetzt.
  • FTTB: Zukunft ist, das Glasfaser direkt in die Häuser gelegt wird. Das sogenannte FTTB – Fibre to the Building.

Von Breitbandversorgung und WLAN Hotspots (Digitalisierung Teil 3)

Schnelle Internetverbindungen will jeder. Schnelle Internetverbindungen braucht jeder. Eine Stadt muss sich heute daran messen lassen, wie und mit welcher Geschwindigkeit sie ihre Einwohner versorgen kann – und das, obwohl sie nie selbst als Anbieter auftreten kann.

In Wildberg ist die Breitbandwelt in Ordnung. Das Turbointernet steht flächendeckend zur Verfügung. Nur vereinzelte Haushalte surfen noch nicht auf der Überholspur der Datenautobahn – was allerdings in den Händen der Anbieterfirmen liegt. Der Stadt kommt die Rolle des Vermittlers zu. Die Breitbandversorgung in den Kindergärten, Schulen und Ortsverwaltungen ist dagegen überall up to Date. Und noch mehr: An ausgewählten Orten will die Verwaltung in nicht ferner Zukunft WLAN-Hotspots einrichten. BreitbandversorgungBei jeder einzelnen Straßenbaumaßnahme werden Leerrohre in die Erde mitverlegt. So kann ein künftiger Anbieter jederzeit auf die Infrastruktur zurückgreifen und Glasfaserkabel platzieren, er muss nicht erst aufwändige Baumaß-nahmen in Angriff nehmen. In Gültlingen hat die Stadt beispielsweise die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt genutzt oder auch die in der Ortsmitte Schönbronn. Wird die Straße von Wildberg nach Effringen ausgebaut, werden auch dort Leerrohre mit verlegt.

Kindergärten, Grundschulen und Musikschule

Das digitale Zeitalter macht auch in den Wildberger Grundschulen, in den städtischen Kindergärten und in der Musikschule nicht Halt. Alle Einrichtungen sind mit schnellen Internetverbindungen versorgt. In den Grundschulen nutzen die Kinder im Unterricht WLAN, lösen mit ihren Tablets Aufgaben und verfolgen die Themen über einen Beamer. 

WLAN - Stadt Wildberg gewinnt 15.000 € EU-Förderung

Ganz einfach am Marktbrunnen vor dem Rathaus, im Klosterhof, am Bahnhof und am Wohnmobilstellplatz über ein öffentliches WLAN-Netz ins Internet gelangen? Das könnte bald schon möglich sein.

Die Stadt Wildberg hat sich bei einem Förderprogramm angemeldet, dass ausschließlich die Einrichtung sogenannter Hotspots unterstützt. Unter den 3.400 Gewinnern, die eine Benachrichtigung über einen WiFi4EU-Gutschein erhalten haben, ist nun auch die Stadt Wildberg!

Ein WiFi4EU-Gutschein stellt pro Gemeinde einen festen Betrag von 15.000 Euro dar, der die Installation von WLAN-Hotspots in den Zentren von gemeinschaftlichem Leben wie Rathäusern, Schlössern, öffentlichen Parks oder Plätzen ermöglicht. Die Stadt Wildberg kann damit das bisherige freie WLAN im Rathaus und in der Musikschule dank der Förderung durch die Installation von weiteren Hotspots erweitern. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität in weiteren Teilen der Altstadt wie dem Bahnhof, dem Klosterhof, dem Schäferlaufplatz, sowie im Bereich des Wohnmobilstellplatzes durch freies WLAN zu erhöhen.